Die Borreliose im Licht des homöopathischen Miasmenkonzeptes
(Dieser Artikel erschien in der Kent Depesche Heft Nr. 22 + 23/2010)
Um nachvollziehen zu können, wie in der Klassischen Homöopathie Krankheiten, wie zum Beispiel die Borreliose verstanden werden, ist es notwendig, zunächst einmal einige Begriffe und Ansichten in der Homöopathie selbst zu verstehen. Deshalb möchte ich zuerst das Modell der Miasmen erklären, bevor ich im zweiten Teil auf die Borreliose eingehe.
In der Klassischen Homöopathie gibt es das Konzept der Miasmen, welches im Jahre 1828 von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, erstmals veröffentlicht wurde. Er unterschied drei Miasmen, nämlich Psora, Sykose und Syphilinie (ähnlich wie Merkur, Sulfur und Sal in der Alchemie oder Vata, Pitta, Kapha im Ayurveda; oder Brahma, Vishnu, Shiva usw.) als angeborene Disposition oder Neigung zu bestimmten Erkrankungen. Er hatte nämlich beobachtet, dass manche Erkrankungen zwar gut auf seine Mittel reagierten, aber dennoch immer wieder einmal auftraten. Wirkte ein Homöopathikum am Anfang noch sehr zufriedenstellend, fiel später die Reaktion des Organismus deutlich verhaltener aus, bis die Krankheit kaum noch behandelbar schien. Er schloss daraus, dass bestimmte angeborene Grundkrankheiten, sogenannte Miasmen dafür verantwortlich seien, das manche Menschen sich immer wieder mit bestimmten Leiden herumschlagen müssen.
Miasmen sind Muster für die Anfälligkeit gegenüber bestimmten Erkrankungen. Wenn ein Schnupfen oder ein Kopfschmerz als eine akute Erkrankung auftritt, so ist das eine Sache. Das ständige Wiederkehren einer solchen Erkrankung aber ist eine chronische Krankheit und entspricht einem bestimmten Miasma.
Dabei ist die Psora (griech. Juckreiz) die Anfälligkeit für Hautsymptome. Ich sage bewusst nicht Hautkrankheiten, denn eine Krankheit kann niemals nur auf der Haut lokalisiert sein. Eine Erkrankung, die Symptome an der Haut zeigt, hat dennoch ihre Wurzeln im Körper. Diese Erkrankung wird dabei lediglich über die Haut ausagiert, was am gesündesten und einfachsten für den betreffenden Menschen ist. Denn an der Haut sieht ein Ausschlag zwar nicht schön aus, stört aber nicht die Abläufe im Inneren des Körpers. Vielleicht ist der Juckreiz nervig, aber ganz sicher nicht lebensbedrohend.
Kein Symptom oder Organ eines Menschen kann man nur für sich als krank betrachten – immer ist der ganze Körper betroffen. Entsprechend der Veranlagung, des Miasmas also und abhängig von der Stärke der Lebenskraft wird eine Erkrankung an bestimmten Körperregionen ausagiert. Bei der Psora sind das Haut, Schleimhäute, der Kreislauf und evtl. das Nervenkostüm.
Würden diese Hautsymptome nun unterdrückt, also zum Beispiel eine Neurodermitis mit Kortisonsalbe „weggemacht“, geht die Erkrankung unweigerlich nach innen, zum Beispiel auf die Schleimhäute. Oftmals tritt nach einer „erfolgreichen“ Neurodermitisbehandlung ein Asthma auf: die Erkrankung wird nun im Bereich der Schleimhäute ausagiert. Warum ist das so? Weil die Kortisonsalbe das zugrundeliegende Miasma, also die Veranlagung nicht behandelt. Sie radiert lediglich ein Symptom aus, was den Organismus zwingt, ein anderes Ventil zu wählen. Das tut er solange, wie er die Kraft dazu hat.
Die Psora wäre dem Sulfur der Alchemie vergleichbar: sie entspricht dem Charakter einer Reizung und macht den Patienten unruhig, er hat brennende Empfindungen, ist schnell erregt und gereizt. Die Reizung betrifft auch die Psyche. Er möchte mehr: weiter, schneller, höher. Materialistische Wünsche passen da gut ins Bild, aber auch der zerlumpte Philosoph oder Forscher, der sich nicht um seine Kleidung, seine Wohnung oder die Heizkostenabrechnung kümmert, solange er mit einem faszinierenden Thema beschäftigt ist. Der psorische Patient empfindet eine Besserung nach dem Einsetzen von Absonderungen aller Art, Kopfschmerzen werden beispielsweise durch Stuhlgang oder einen Schweißausbruch gelindert.
Die Sykose wird auch Feigwarzenkrankheit genannt und entspricht einem Organismus, an dem schon recht viele (gesunde) Lebensäußerungen unterdrückt worden sind. Hahnemann brachte das vor allem mit der Tripperinfektion in Verbindung, in deren Folge und nach deren Unterdrückung es oft zu Entzündungen der Harnwege oder der inneren Geschlechtsorgane kommt, später aber zu rheumatischen Beschwerden, Herzbeschwerden, Wassereinlagerung ins Bindegewebe (Ödeme) und auch zu psychischen Beschwerden, wie Ängsten, Phobien, Depressionen und sogar Selbstmordgedanken.
Heute verbreitet sich die Sykose vielfach durch Impfungen – auch hierbei werden dem gesunden Organismus pathologische, also krankhafte Reaktionen aufgezwungen. Wie normal kann ein gleichzeitiger Befall mit drei oder sechs Erregern sein, denen noch diverse Aluminiumsalze, Schwermetalle und andere Gifte zugesetzt worden sind? Wie oft kommt es vor, dass lebendige, gesunde Kinder nach einer Impfung träge und apathisch werden, psychische Auffälligkeiten (Schreikinder, ADHS) zeigen oder chronische Krankheiten entwickeln, wie Epilepsie, erhöhte Infektanfälligkeit oder massive Hautausschläge (wobei das noch die gesündeste Reaktion ist, weil der Körper hier die eingebrachten Giftstoffe über die Haut auszuleiten versucht, indem er sie sozusagen im Ausschlag „verbrennt“)? Die Ärzte sagen dann, es gibt keinen Zusammenhang mit der Impfung – die Mutter des Kindes empfindet das anders, hat aber keine Chance, gehört zu werden. Schließlich hat sie nicht studiert.
Alchemistisch gesehen lässt sich die Sykose mit dem Sal in der Alchemie vergleichen, welches als das „Feste“, Massive, Verkörperte gilt. Sykotische Menschen leben oft in einer bestimmten Routine, von der sie nur ungern abweichen, erinnern sich aber noch gut daran, dass früher einmal alles „besser“ war, als sie noch ohne ihre festgefahrene Routine lebten. Sie scheinen nicht die Kraft zu haben, sich aus dieser einengenden Situation zu befreien.
Die Syphilinie ist das dritte Miasma, das Hahnemann beschrieb. Man könnte sie dem alchemistischen Merkur zuordnen. Stellt die Psora eine Reizung und die Sykose ein Zuviel dar, könnte man in der Syphilinie die Degeneration, die Auflösung oder Zerstörung erkennen. Syphilitische Menschen scheinen sich selbst zerstören zu wollen, indem sie exzessiv arbeiten, trinken oder Drogen konsumieren. Dabei müssen sie keine schlechten Menschen sein. Aber sie sind oft maßlos, scheinen keine Schmerzen zu spüren und gehen sehr hart mit sich um. Vielleicht haben sie einen mehrfach gepiercten und tätowierten Körper, vielleicht haben sie sich schon mehrfach Operationen unterzogen, bei denen Körperteile entfernt worden sind. Manche haben eine Tendenz zu Gewalt und Kriminalität. Es scheint sie nicht zu stören. Al Capone starb 1947 an Syphilis – er regierte ein syphilitisches Imperium. Und er regierte es kaltlächelnd.
Syphilitische Krankheiten erscheinen plötzlich und töten schnell. AIDS, aggressive Krebsformen, Alkoholismus und Drogensucht; Kinder, denen schon bei der Geburt Organe oder Körperteile fehlen, die einfach nicht angelegt sind. Spina bifida oder Osteogenesis imperfecta. Geisteskrankheiten, aggressive Geschwüre, z.B. der Knochen oder der Schleimhäute.
Man könnte sich die Miasmen am Beispiel eines Menschenlebens etwa so vorstellen: ein Neugeborenes oder ein Kind ist interessiert, neugierig, auf eine liebenswerte Art unruhig und deshalb immer in Bewegung. Vielleicht hat es einen Milchschorf auf dem Kopf oder einen Grind auf dem Knie, weil es im Eifer des Spiels mal hingefallen ist. Aber es hat einen wachen, mehr oder weniger ausgeglichenen Geist und reagiert körperliche Beschwerden meist unproblematisch über Absonderungen aus Nase (Schnupfen), Darm (Durchfall) oder der Haut (Milchschorf, Akne etc.) ab. Das wäre die Psora.
Nun hat das Kind schon einige Impfungen und einige Male unterdrückende Behandlungen mit z.B. Antibiotika, Kortison o.ä. bekommen, ist erwachsen und (wurde) angepasst. Es hat evtl. nach der Geburt eines eigenen Kindes etwas zugenommen, reagiert unter Druck mit Migräneanfällen, trinkt gerne mal einen und neigt zu Sodbrennen. Zwar ist diese Person immer noch ein liebenswerter, fröhlicher Mensch, wird aber manchmal von einer eigenartigen Schwermut befallen und hat gelegentlich das Gefühl, dass ihm alles zu viel ist. Hier haben wir ein Beispiel für die Sykose.
Im Greisenalter, nach einer Blinddarmoperation mit 38, einer Hormontherapie mit 46-49 wegen Wechseljahresbeschwerden, die nicht half, weswegen es zur Totaloperation kam, nach der schließlich der Blutdruck massiv in die Höhe schoss und wegen Herzrhythmusstörungen ein Schrittmacher eingebaut wurde, kommt es zu einem Diabetes und Nierenversagen, zusätzlich zu Unterschenkel - Geschwüren infolge der Durchblutungsstörungen. Nachdem das alles irgendwie medikamentös unter Kontrolle gebracht wurde und man das nun sozusagen im „Würge“-Griff hat, kommt der plötzliche Tod wegen der Ruptur eines Aortenaneurysmas oder inoperablem Rektumkarzinom. Das ist die Syphilinie.
Allerdings ist das jetzt ein Modell, das in der Praxis nicht ganz so einfach funktioniert. Ein älterer Patient kann genauso gut psorische Beschwerden haben, wie ein Kind syphilitisch sein kann. Das Miasma eines Menschen ist zum einen angeboren, wird aber auch beeinflusst im Laufe des Lebens, leider meist ungünstig. Beispiele wären Impfungen, Operationen, Hormonbehandlungen, aber auch Verluste, Traumata und Schicksalsschläge.
Wir können das Miasmenmodell auch an der menschlichen Geschichte nachvollziehen, wenn wir vor unserem geistigen Auge den psorischen Neandertaler durch die Wälder ziehen sehen, der immer mit der Angst zu verhungern, Wurzeln und Beeren sucht oder eben jagt. Er hatte ab und an Hautabschürfungen und sicher auch mal Flöhe, war aber durchaus überlebenstauglich.
In der Jung-Steinzeit kamen der Ackerbau und die Viehzucht auf. Aus der ewigen Angst zu verhungern ging der Mensch die Abhängigkeit von seinesgleichen ein und unterdrückte seinen Bewegungsdrang. Aus dieser Zeit stammen die ersten fettleibigen Fruchtbarkeitsgöttinnen, die bekannteste ist die Venus von Willendorf, die andeutet, dass in ihrer Entstehungszeit das Übergewicht zum Thema wurde. Es traten auch die ersten sogenannten Zivilisationskrankheiten auf, allesamt sykotische Erkrankungen wie Gelenkbeschwerden, Gefäßablagerungen und Herzerkrankungen.
Die syphilitische Seite der Menschheit erkennen wir schließlich in den mittelalterlichen Kreuzzügen, Eroberungen fremder Länder und Kontinente und in den Folterungen und Hexenverbrennungen. Die Syphilis selbst holten sich Kolumbus‘ Mitstreiter bei den südamerikanischen Eingeborenen, die gegenüber der Erkrankung relativ immun waren. Dem Geist des Merkur entsprechend wurde die Erkrankung bei den schwer kranken Europäern mit Quecksilber behandelt. Die meisten Patienten starben an der Quecksilbervergiftung.
Diese drei Miasmen hat Hahnemann 1828 in seinem Lebenswerk „Die chronischen Krankheiten“ beschrieben. Nach seinem Tod fügten Hahnemanns Schüler ein weiteres Miasma, die Tuberkulinie hinzu. Man könnte sie als Steigerung der Psora verstehen. Der tuberkulare Patient ist extrem unruhig und Reiselust ist ein Teil dieser Unruhe. Er sucht beständig neue Reize, weil ihn alles schnell langweilt. Er neigt zum Lügen und Übertreiben, ist manipulativ und seine Krankheiten finden vor allem im Bereich der Atemwege oder von Hohlorganen, wie Magen, Darm, Blase usw. statt. Typisch ist, dass er trotz reichlichem Essen wenig zunimmt oder sogar abnimmt. Außerdem neigt er zu Nachtschweiß und Blutungen, die ein Ventil für das tuberkulare Miasma darstellen.
Der Ehrlichkeit halber möchte ich hinzufügen, dass das Miasmenkonzept selbst in der Homöopathie umstritten ist, zum Teil weil es allem, was wir bis jetzt gelernt haben, vollkommen widerspricht, zum anderen, weil es so abstrakt ist, dass es viele Menschen einfach nicht verstehen. Dennoch bestätigt es sich immer wieder in der Praxis.
Damit wir uns noch besser vorstellen können, was damit gemeint ist, schauen wir uns das Beispiel eines zweijährigen Jungen an, der scheinbar ohne Grund direkt nach seiner Geburt begann, ständig krank zu sein: ständiger Schnupfen mit Tendenz auf die Atemwege überzugreifen, immer wieder Infektionen, sei es bakteriell oder viral, ständig harter Husten. Als Ergebnis dessen nahm er eine nur langsame Entwicklung, das Kind ist schüchtern, in sich gekehrt, ängstlich und sucht die Nähe der Mutter.
Natürlich hat es mehrfach Antibiotika bekommen, die es auch immer schafften, den aktuell gerade nachweisbaren Mikroorganismus abzutöten. War es aber damit geheilt? Nein, die Erkrankung ging in die nächste Runde: das nächste Bakterium trat auf und musste wiederum abgetötet werden…
Aus der Sicht der Homöopathie hatte das Kind ein miasmatisches Problem, was sich eben mit Antibiotika nicht lösen lässt. Sein Vater hat Asthma und ist außerdem Allergiker, die Mutter leidet an Übergewicht und Gelenkproblemen.
Im Fall des kleinen Jungen hatte er von der Mutter die Sykose geerbt und vom Vater das tuberkulare Miasma dazubekommen. Diese unselige Kombination lässt sich homöopathisch zwar sehr gut behandeln durch geeignete miasmatische Mittel, aber eben kaum durch Antibiotika, die ja immer nur darauf abzielen, den gerade aufzufindenden Keim zu vernichten.
Keime, Viren, Pilze und Bakterien erfüllen in der Natur aber sehr wichtige Aufgaben. Sie besiedeln ein bestimmtes Territorium, das ihnen ein bestimmtes Milieu bietet. Nehmen wir einen abgestorbenen Baum im Wald, der fast vollständig von Pilzen und Flechten überzogen ist: Kein Mensch käme auf die Idee, zu behaupten, die Pilze und Flechten hätten den Baum getötet. Vielmehr kompostieren sie den toten Baum und wandeln seine Bestandteile wieder um. Dies dient dem Kreislauf aller Stoffe in der Natur.
Ebenso ist es beim Menschen. Ein Darm- oder Hautpilz erscheint, weil er ein bestimmtes Milieu vorfindet, was ihn gut ernähren kann. Er baut Schwermetalle oder totes Gewebe ab. Was passiert nun, wenn wir den Pilz „wegmachen“? Wir behalten unseren Müll. Allerdings wird es nicht lange dauern, bis der nächste Pilz auftaucht, um uns zu helfen… Auch das Erscheinen bestimmter Bakterien oder Viren bedeutet in erster Linie, das wir den Mikroben ein angenehmes Zuhause bieten und sie sich wohl fühlen in unserem selbst geschaffenen Milieu. (Siehe Themenhefter Darm: in einem sauberen Darm fühlt sich kein Wurm wohl, weil er verhungern würde; wenn er aber dort gut ernährt wird…) Auch in diesem Zusammenhang ist der Sinn zum Beispiel von Impfungen anzuzweifeln, weil keine Impfung der Welt das Milieu unseres Körpers verändern kann (www.rocco-kirch.de/texte-zur-homoopathie/borreliose-zeckenstich/).
Unser kleiner Patient mit seinen ewigen Erkältungen würde durch eine konventionelle Behandlung ausschließlich seiner Erkältungssymptome noch keine echte Heilung erfahren, auch wenn die Erkältung vorübergehend verschwindet. Erst wenn wir uns aufraffen, die Ursache, also die miasmatischen Grundlagen zu behandeln, kann er dauerhafte Hilfe erwarten.
Wir haben also gesehen, dass sich mit dem Konzept der Miasmen angeborene oder auch erworbene Neigungen erklären und behandeln lassen. Und wir erinnern uns, dass sich das sykotische Miasma in Beschwerden zeigt, die durch ein Zuviel gekennzeichnet sind: Wassereinlagerung, Übergewicht, Verstopfung, Warzen, Steinleiden, aber auch Gelenk- und Herzprobleme, Neuralgien und überhaupt zähe, therapieresistente, fast mysteriöse Beschwerden.
Der sykotische Patient ist meist introvertiert, stur, oft auch fixiert und bevorzugt eine monotone Lebensweise. Sein Leben scheint aus Zwängen und faulen Kompromissen zu bestehen, die ihn sehr belasten und aus denen er sich gleichzeitig kaum je aus eigener Kraft befreien kann. Er ist misstrauisch, voller Ängste (um Familie, Geld, Haus und Hof, Ängste vor allen möglichen Krankheiten, zu versagen und vor eingebildeten Dingen...), deshalb auch irgendwie hypochondrisch und hat eine Tendenz zu Suchtverhalten und Depressionen, was oft mit einem sehr geringen Selbstwert einhergeht. All diese Symptome sind so oder ähnlich bei der Borreliose anzutreffen, die sich, wie übrigens auch Impfschäden, der Sykose zugeordnet lässt. Man kann sogar sagen, dass die Borreliose der Sykose fast völlig entspricht.
Der Biss der Zecke ist genau genommen symptomatisch für den Sykotiker - wo das Terrain gegeben ist, findet sich auch die Zecke. Beim Aussuchen der Opfer orientiert sich die Zecke am Geruch der Buttersäure des Schweißes. Es wäre doch interessant, einmal zu studieren, inwiefern Zecken bestimmte, evtl. am Schweißgeruch erkennbare Konstitutionen bevorzugen?
Die Erkrankung Borreliose wurde 1975 das erste Mal in dem amerikanischen Städtchen Lyme diagnostiziert, nachdem dort viele Personen scheinbar grundlos an einseitigen Gelenkentzündungen erkrankten, denen sich später noch Hautsymptome, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Sehstörungen und psychisch-neurologische Symptome zugesellten.
In seinem Vortrag „Lyme-Borreliose und ihre Begleiterkrankungen“ aus dem Jahr 2005 führt Dr. med. Dietrich Klinghardt aus, dass nachdem das ursprüngliche Zeckenverbreitungsgebiet nur einige Flecken Land in Süddeutschland umfasste, auf dem die Arten Borrelia afzelii und Borrelia garinii endemisch, also verbreitet waren, es einem Spezialisten für biologische Kriegsführung im deutschen Reich gelungen war, eine Unterart zu züchten, die im zweiten Weltkrieg im Einsatz gegen Russland, bzw. die Ukraine „genutzt“ wurde. Nach dem Ende des Krieges interessierten sich die Amerikaner sehr für diese Forschung und führten sie in einem Institut auf einer Insel in der Nähe (Plum Island in 9 km Luftlinie zu Lyme!) der Kleinstadt Lyme weiter. Dort wurde die aggressivere Art Borrelia burgdorfferi, möglicherweise durch Einkreuzen von Viren entwickelt, die 1975 eben dann bei jungen Patienten erstmals diagnostiziert wurde. Zugvögel und andere Wildtiere hatten die Borrelien weiter verbreitet (www.caduceum.de/69.html) – wir kennen eine ähnliche Geschichte von Michael Leitner mit der sogenannten Vogelgrippe. Seltsam ist, dass in Lehrbüchern die ursprünglichen deutschen Borrelienarten nicht mehr erwähnt werden. Als Auslöser der Borreliose gilt bei uns, wie in Amerika Borrelia burgdorferi, welches eigentlich nicht natürlich vorkam, sondern eben in den USA gezüchtet wurde. Auch davon spricht heute kaum noch jemand.
Die Erreger der Borreliose gehören, wie die Erreger der Syphilis, zu den Spirochäten (das sind schrauben- oder korkenzieherartige Bakterien) und tatsächlich sind sich beide Erkrankungen, also die Borreliose und die Syphilis, in einigen Punkten recht ähnlich.
Oft wird die Borrelioseerkrankung durch einen Zeckenbiss übertragen. In 50% der Fälle erscheint ein typischer, kreisrunder roter Ausschlag, der in der Mitte blass ist, an der Bißstelle. Er wird immer größer und breitet sich so ringförmig weiter aus. Diese Erscheinung wird Erythema chronicum migrans genannt und nicht in jedem Fall bemerkt, da sie schmerzlos ist und auch ohne Juckreiz auftritt. Zusätzlich kann es einige Tage nach dem Biss zu grippeähnlichen Beschwerden kommen. Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit können als Zeichen einer Schwächung des Immunsystems auftreten, evtl. auch Lymphknotenschwellungen, Schweißausbrüche, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Das ist das erste Stadium der Borreliose, bei dem die auftretenden Symptome irgendwie eine Aktivität des Abwehrsystems anzeigen, eben ähnlich wie bei einer Grippe.
Wird die Borreliose als solche diagnostiziert, behandelt der Arzt mit Antibiotika und kann damit vielleicht die Borrelien abtöten, aber die Konstitution ist natürlich danach immer noch vorhanden. Und die unterdrückende antibiotische Behandlung rächt sich bald, indem nach
einiger Zeit das zweite Stadium einsetzt und mysteriöse, oft therapieresistente Krankheiten auftreten, die nun von Antibiotika nicht mehr gut behandelbar sind: einseitige Kniegelenksschmerzen, neuralgische Beschwerden, Sehstörungen, wiederholte Infekte der Harn-, Gallen- oder Unterleibsorgane und sehr oft kommt es in der Folge sich summierender Unterdrückungen falsch interpretierter Einzelsymptome zu Stimmungslabilität, Depressionen, Suizidgedanken oder neurologischen Symptomen, wie Neuralgien (Nervenentzündungen) oder Lähmungserscheinungen. Diese Symptome zeigen die Giftigkeit der Erreger für unseren Organismus an. Manchmal lassen sich die Symptome der Borrelioseerkrankung nicht von den Nebenwirkungen der gegen sie verwendeten Medikamente unterscheiden! (www.hpamann.de/pageBor.html)
Im späten, dritten Stadium kann es schließlich zu Hirnstörungen bis hin zur Demenz kommen. Auch eine Hautatrophie tritt unter Umständen auf. Eine Atrophie ist die Rückbildung eines Organs oder Gewebes. Typischerweise ist vor allem die Haut an den Extremitäten bläulich-rot verfärbt, das Unterhautfettgewebe bildet sich zurück oder fehlt ganz und die Haut fühlt sich dünn wie Zigarettenpapier an. Meist ist der Patient auch sehr fröstelig.
Wer das Thema bis hierhin aufmerksam verfolgt hat, wird einwenden, dass im dritten Stadium der Borreliose (auch Neuroborreliose genannt) die Krankheitserscheinungen eher dem syphilitischen Miasma mit seiner Zerstörungskraft zuzuordnen sind. Sehr gut beobachtet! Eine Neuroborreliose ist eine Erscheinungsform des syphilitischen Miasmas.
Zwischen den Stadien können immer wieder symptomlose Perioden auftreten. Im zweiten und im chronischen, dritten Stadium sind Antibiotika wirkungslos. Aber das haben wir ja vorher schon gewusst: die Konstitution lässt sich nicht mit Antibiotika austricksen.
Die Diagnose ist schwierig zu stellen – zumindest in der Schulmedizin (www.ribbecks-homoeopathie-praxis-berlin.de/html/borreliose.html/), die ja alles am liebsten immer 500%ig braucht. Nach Dr. Klinghardt befallen die Borrelien gern auch die weißen Blutkörperchen, zum Beispiel die Lymphozyten, die eigentlich dafür zuständig sind, Antikörper zu bilden. Wenn man nun versucht, mit einem Antikörpertest (ELISA-Test) Antikörper zu finden, die erkrankte und erschöpfte Lymphozyten nicht mehr produzieren konnten, wird man wahrscheinlich dem erstaunten Patienten verkünden, dass all seine jahrelangen Beschwerden nur simuliert sind. Im Ernst, ein hoher Antikörpertiter kann einerseits eine chronische Infektion, andererseits ein starkes Immunsystem bedeuten. Ein geringer Antikörpertiter bedeutet entweder, dass keine Infektion vorliegt, oder aber das Immunsystem sehr geschwächt ist, was definitiv für eine Erkrankung spricht. Vielleicht sollte man die Diagnose doch etwas mehr am Patienten und damit etwas näher an der Realität ansiedeln.
Wenn mir ein Patient oder eine Patientin sämtliche oder doch zumindest einige der oben genannten Symptome aufzählt, gehe ich persönlich davon aus, dass sie an Borreliose erkrankt bzw. mit dem sykotischen Miasma infiziert ist, Test hin oder her. Wer weiß besser, was mit ihm los ist, als der Patient? Warum sollte er mich anlügen oder mir etwas vorsimulieren? Bestätigend können die Aussagen des Patienten zu seiner Familienanmnese sein und auch das allgemeine Bild, was ich von ihm bekomme. Das Schöne an der Homöopathie ist, dass unsere Mittel und deren Einsatz nicht an bestimmte Testergebnisse oder Diagnosen gebunden sind. Ja, ja, ich weiß, das wird der Homöopathie immer wieder vorgeworfen und führte unter anderem zum Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit. Aber was nutzt uns denn all das heilige hochwissenschaftliche Procedere, wenn es eben doch nicht hilft und meilenweit entfernt ist von den Problemen, die der Patient REAL empfindet???
Behandelt man eine sykotische Konstitution nach homöopathischen Prinzipien, wird als Erstes die Psyche wieder gebessert und der Patient empfindet wieder mehr Lebensmut. Gleichzeitig können einige der zuvor medikamentös unterdrückten Symptome wieder auftreten, und wer genau hinschaut, kann feststellen, dass dies Versuche des Körpers waren, ein Ventil zu finden für all die Giftstoffe, die ihm im Verlauf einer Anti-Behandlung verpasst worden sind. Durchfälle, Ausschläge, Schweißausbrüche oder auch ein genitaler Ausfluss stellen Entlastungsversuche dar, die man auf keinen Fall unterdrücken sollte. Wir sprechen da von Erstreaktion oder Erstverschlimmerung. Sie bedeuten, dass der Organismus damit beschäftigt ist, sauber zu machen. Gleichzeitig lässt sich oft beobachten, dass mit dem Auftreten der Absonderungen eine Besserung zum Beispiel der Kniegelenksbeschwerden oder der Migräneattacken auftritt. Ist das nicht ein schöner Tausch? Ein bisschen Durchfall vorübergehend, aber dafür wieder einen klaren Kopf oder ein bisschen Schnupfen, dafür aber eine Besserung der Gelenkschmerzen?
Diese Erstreaktion kann allerdings gerade bei der Borreliose (und bei der Syphilis) sehr heftig ausfallen, zum Teil so heftig, dass der Patient die Behandlung abbricht, weil er glaubt, alles würde nur noch schlimmer. Man nennt dies Herxheimer Reaktion, weil sie von dem Arzt Karl Herxheimer das erste Mal bei einem Syphilispatienten beobachtet wurde. Durch das massenhafte Absterben der Erreger im Körper werden sozusagen aus den toten Borrelien die Leichengifte freigesetzt und führen zu einem heftigen Einsatz des Immunsystems. Dabei kann es zu hohem Fieber mit Schüttelfrost, schlimmen Muskel-, Knochen- und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, sowie Hautausschlägen kommen. Genau genommen ist die Herxheimer Reaktion ein Anzeichen für die Wirksamkeit der eingesetzten Therapie. Sie lässt sich durchaus auch mit homöopathischen Mitteln auslösen und stellt einen massiven Aufruhr im Abwehrsystem dar. Wenn eine solch heftige Reaktion eintritt, sollte man (und frau auch) versuchen, viel zu trinken, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen. Außerdem sollte man sich nach Möglichkeit schonen und Körper und Psyche ein wenig pflegen. Die Schulmedizin setzt Kortison ein.
Auch wenn keine so heftige Reaktion auftritt, ist doch grundsätzlich zu sagen, dass die Behandlung der Borreliose, das heißt der Sykose, nicht ganz einfach ist. Zum einen deshalb, weil wegen des geringen Selbstwertes die Patienten oft lange Zeit benötigen, bis sie den Entschluss fassen, sich wirklich Hilfe zu suchen. Zuvor versuchen sie oft jahrelang niemandem zur Last zu fallen und irgendwie klarzukommen. Wird es NOCH schlimmer, landen sie dann erst einmal beim Arzt und den unvermeidlichen Antibiotika. Nachdem sie als „geheilt“ entlassen sind, brauchen sie eine weitere kleine Ewigkeit, um festzustellen, dass sie sich immer noch nicht wirklich gut fühlen. Aber der Arzt sagte doch, sie wären geheilt? Sie beginnen eher an ihrem Verstand zu zweifeln, als auf ihren Körper zu hören, der immer noch Hilfe braucht.
Eine meiner Patientinnen kam Jahre nach der Diagnose „Borreliose“ und der üblichen Therapie mit Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, Depressionen und reichlich erschöpft in meine Behandlung: ein kleines Häufchen Elend. Sie hatte jahrelang versucht, tapfer zu sein und die Schuld brav bei sich gesucht, zum Teil sogar mit Psychotherapie!
Ein zweiter Grund, warum die Behandlung einer Borreliose manchmal langwierig ist, ist dass sie oft genug verkompliziert wird durch Schwermetallvergiftungen (Stichwort Amalgam) oder andere Giftstoffe und dass die chronische Vergiftung des Patienten immer weiter fortgesetzt wird, solange er sich schwer tut, seine schlechten Angewohnheiten zugunsten seiner Gesundheit aufzugeben oder immer wieder irgendwelche Mittelchen verschrieben bekommt gegen Einzelsymptome, die eigentlich Bestandteil seiner Veranlagung sind. „Also, das Blutdruckmittel und den Lipidsenker müssen sie jetzt schon regelmäßig einnehmen. Wie wollen sie denn sonst gesund werden? Auch die Betablocker, Kalziumantagonisten und Wassertabletten brauchen sie unbedingt…“ Jedes zusätzliche Medikament belastet Leber, Nieren und Kreislauf. Es macht seinerseits Nebenwirkungen und setzt die chronische Vergiftung fort. Das ist natürlich gut. Für den Arzt, der seinen Patienten regelmäßig wiedersehen möchte. Und auch für die freundlichen Hersteller aller dieser unbedingt notwendigen Pillen, die noch nie je eine wirkliche Heilung bewerkstelligt haben und trotzdem im Brustton tiefster Überzeugung dem (medizin-)gläubigen Volk verordnet werden.
Zur Vorbeugung gegen einen Zeckenbiss empfiehlt Dr. Klinghardt eine herzhafte Portion Knoblauch vor dem Waldspaziergang, er hat damit gute Erfahrungen gemacht. Knoblauch wird bei ihm auch in der Therapie verwendet und da Knoblauch eines der wichtigsten pflanzlichen Abwehrstimulanzien darstellt, macht das durchaus Sinn: Knoblauch wirkt anti-viral, antibakteriell und sogar antimykotisch, also auch gegen Pilze. Seine blutreinigende Kraft wurde schon seit der Antike und vorher zu Zeiten der ägyptischen Pyramidenbauer genutzt. Allerdings unterdrückt er dabei nicht das menschliche Abwehrsystem, sondern regt es an. Vor der Erfindung des Penicillins wurde Knoblauch gegessen und in einigen Gegenden der Welt tut man das sehr erfolgreich heute noch. Vor meinem inneren Auge sehe ich gerade einen 106 Jahre alten, wild nach Knoblauch riechenden, wettergegerbten fröhlichen Russen, der Kasatschok tanzt…. Ja, er sieht ein bisschen aus wie Ilja Rogoff, das Grinsegesicht von der Verpackung der Knoblauchkapseln meiner Großmutter.
Wohlgemerkt, wir sprechen hier von Vorbeugung. Ist das Kind einmal in den Brunnen gefallen, wird Knoblauch allein wahrscheinlich nicht mehr helfen. Hier sollte der Patient handeln, und zwar eigenverantwortlich. Von homöopathischen Selbstversuchen und Eigenbehandlungen rate ich dringend ab, auch wenn sich im Internet tausend „Kochrezepte“ für die Schnelle Kur zu Hause finden. Ein Kind, welches in den Brunnen gefallen ist und zu ertrinken droht, versucht auch nicht dort ganz entspannt schwimmen zu lernen! Gönnen Sie Sich eine gute und gründliche Behandlung beim Therapeuten Ihrer Wahl. Das sollte jemand sein, der Sie ernst nimmt, Ihnen zuhört und auf Sie eingeht. Wenn Sie das Gefühl haben, hingehalten zu werden oder von oben herab belehrt, wenn ihre Einwände und Nachfragen übergangen werden oder Sie gar zum Simulanten und Hysteriker abgestempelt werden, sind Sie definitiv am falschen Platz!
Gerade für Borreliosepatienten würde ich mir wünschen, dass sie etwas mehr Selbstsicherheit gewinnen und für sich die Behandlung in Anspruch nehmen, die sie benötigen, anstatt sich „zusammenzureißen“ oder sich mit Allgemeinplätzen abspeisen zu lassen (www.melhorn.de/BorrelioseIX/). Vielleicht ist das auch etwas, was Angehörige oder Freunde tun können: dem still vor sich hinleidenden, zur Introversion, Resignation und Selbstbeschuldigung neigenden Zeitgenossen eine adäquate Therapie ans Herz zu legen und ihn vielleicht die ersten Schritte an die Hand nehmen, bis er sich sicher ist, dass er für sich etwas tun will.
Es ist nicht meine Absicht gewesen, die Bedeutung der Erkrankung Borreliose abzuwerten. Aber es liegt mir durchaus sehr am Herzen, vor Panikmache zu warnen. Schon Jahrhunderte und Jahrtausende bevor man die Borreliose erstmals benannt und beschrieben hat, gab es sykotische (und psorische und syphilitische) Erkrankungen, einfach weil es sykotische (und psorische und syphilitische) Menschen gab. Das ist weder gut noch schlecht, das IST einfach. Bakterien, wie zum Beispiel Borrelia burgdorferi oder andere treten vielleicht im Rahmen dieser Erkrankungen auf, aber die alleinige Ursache sind sie sicher nicht. Demzufolge kann die Lösung auch nicht im großflächigen Abschlachten von Viren oder Bakterien bestehen (siehe auch die Arbeiten von Dr. Stefan Lanka). Wir sollten uns vielmehr an die eigene Nase fassen und mal überlegen, wen wir mit dem inneren Milieu, das wir bieten, einladen wollen? Schon Pasteur sagte: “Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles.“
Depeschenleser wissen ja bescheid: die Zustandsverbesserung fängt immer vor der eigenen Haustür an! ;-)
Literaturhinweise:
Mohinder Singh Jus, „Die Reise einer Krankheit“, ISBN-Nr.: 3-906407-03-9, alter indischer Homöopath in zweiter Generation erklärt das Modell der Miasmen in der Homöopathie an vielen Beispielen
Otfried D. Weise, „Entschlackung, Entsäuerung, Entgiftung – Das Praxisbuch zur Körperreinigung“, ISBN-Nr.: 3-442-14188-5, sehr umfassendes und ehrliches Buch zum Thema Reinigung von innen
Wolfgang Lutz, „Leben ohne Brot“, ISBN-Nr.: 3-88760-100-9, toll wegen der Beschreibung der Veränderungen in der Zeit der neolithischen Revolution, also während der Umwandlung vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer und Viehzüchter; ich teile jedoch nicht seine Ansicht über die Wichtigkeit stark eiweißreicher Nahrung