Grüne Smoothies – pure Gesundheit frisch aus dem Mixer
Wie oft schon sind Sie daran verzweifelt, dass es irgendwie ganz schön schwierig ist, sich regelmäßig gesund zu ernähren? Wie oft haben Sie bedauert, dass es gerade jetzt einfach schnell gehen muss und dabei leider keine Zeit bleibt für gesunden Salat, Gemüsegerichte oder frisches Obst? Wie oft hätten Sie gern Ihren Kindern etwas Vollwertiges vorgesetzt, wenn Sie nur sicher gewesen wären, dass sie es auch wirklich essen?
Vielleicht kann ich Sie heute für einen neuen Trend begeistern, der verspricht, alle diese Sorgen ganz sanft – sozusagen „smooth“ – zu entschärfen? Dabei geht es nicht um das leidige Kalorienzählen, es sind keine zeitintensiven Vorbereitungen nötig und Sie müssen auch keine Abstriche an den Geschmack machen!
Mixen Sie Sich stattdessen einen leckeren Smoothie ganz nach ihrem Geschmack aus rohen Früchten, Trockenfrüchten, Gemüse und – ganz wichtig – Blattgemüse.
Smoothies sind Getränke aus pürierten Zutaten, wie Obst, Gemüse, Kräutern oder eben auch grünem Gemüse, also Blattgrün. Sie enthalten nicht nur den Saft der verwendeten Zutaten, sondern auch das Fruchtfleisch inklusive der darin gelösten Bestandteile.
Das besondere daran im Vergleich beispielsweise zum frisch gepressten Saft ist der hohe Gehalt an Ballaststoffen, der unsere Verdauungsorgane, besonders den Darm, zum einen reinigt und andererseits auch anregt, entgiftet und beruhigt. Indem Ballaststoffe wie ein Besen den Darm reinigen, unterstützen sie das darmassoziierte Immunsystem und stärken so den gesamten Körper. Außerdem ernähren wir mit ballaststoffreicher Nahrung unsere physiologische Darmflora und halten unseren Darm so sauber und gesund.
Wenn Sie also einige Früchte, Nüsse oder Nussmus, Trockenfrüchte und Blattgemüse mit genügend Wasser zu einem dünnflüssigen, gut trinkbaren Brei gemixt haben, werden Sie staunen, wie gut das schmeckt und wie Sie so, fast nebenbei, jede Menge gesunder Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe zu Sich nehmen.
Es gibt mehrere Vorteile gegenüber beispielsweise einem Salat: der Salat, den Sie zum Essen zu Sich nehmen, wird meist mit reichlich schwerem Dressing verzehrt, um überhaupt nach irgendwas zu schmecken. Es scheint uns irgendwie schwer zu fallen, rohes Blattgemüse zu mögen, oder? Außerdem wird der Salat oft nicht ausreichend gekaut, um dafür zu sorgen, dass die Nährstoffe darin von den feinen Darmzotten überhaupt aufgenommen werden können. Wenn diese Stoffe aber vom Darm nicht richtig aufgenommen werden, nutzen sie uns leider auch nichts! Sie bleiben dann nämlich entweder an den Darmwänden kleben oder werden – im günstigsten Fall - irgendwann einfach wieder ausgeschieden.
Beim grünen Smoothie nun ist das anders: Sie mixen ihn einfach solange, bis er ganz fein püriert ist und haben nun die Nährstoffe schon fast vollkommen freigelegt. Dann trinken Sie ihn langsam und genussvoll und haben eine superleckere und leichte Genießermahlzeit aus dem Glas, die unser Körper nun auch gut aufnehmen und verwerten kann! Mit seinen vielen Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen macht der Smoothie auch noch genüsslich satt, ohne schwer und träge zu machen.
Dadurch, dass Sie Obst, Gemüse, Nüsse und Blattgemüse mischen, können Sie sozusagen Geschmackskorrekturen vornehmen und zum Beispiel in einem Drink aus Äpfeln, Birnen, Pfirsichen und Bananen ein ganzes Bund Petersilie unterbringen, ohne dass es vorschmeckt und deshalb von Ihren Kindern abgelehnt wird.
Erkennen Sie das Potential, welches in diesem Getränk steckt? Roher Spinat in einer Mischung aus Pflaumen, Erdbeeren oder Äpfeln; frische Kohlblätter, die mit der geschmacklichen Abrundung von Honigmelone, Papaya und Mango serviert werden….
Gutes und Gesundes können Sie nun ganz nach Wunsch lecker zusammenstellen. Es sind unzählige Kombinationen möglich und Ihrer Fantasie sind absolut keine Grenzen gesetzt. Erfinden Sie Sich jeden Tag Ihren Lieblings-Gesundheits-Cocktail aufs Neue und genießen Sie Obst und Gemüse ohne komplizierte Zubereitung. Einfach soviel geputztes Obst und Gemüse wie Sie mögen in den Mixer packen, etwas Wasser dazugeben, damit es schön flüssig und sämig wird und auf den Knopf drücken. Und während Sie Sich Ihren Gesundheits-Mix schmecken lassen, können sie Sich gleichzeitig über eine fast saubere Küche freuen, ohne Fettspritzer und ohne Riesenberge benutzter Töpfe und Pfannen etc.
Die besondere Bedeutung der grünen Smoothies besteht nämlich darin, dass Sie damit eine komplette Hauptmahlzeit ersetzen können, die toll schmeckt und nachhaltig sättigt. Was aber noch viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass diese Mahlzeit Ihren Basenhaushalt wieder auffüllt und damit hilft, überschüssige Säuren abzubauen und auszuscheiden. Denn im Gegenteil zu Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Pasta und Co. ist der grüne Smoothie in seiner Wirkung auf unseren Organismus ausschließlich basisch und stellt damit ein willkommenes Gegengewicht zu unserer sonst sehr säurelastigen Ernährung dar.
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass sämtliche Zutaten in Ihrem Drink Ihren Körper roh, also unzerkocht und unzerstört, sozusagen völlig lebendig erreichen! Das können Sie nicht mehr von vielen Lebensmitteln behaupten! Wenn Sie für die Herstellung Ihres Smoothies Früchte und Gemüse aus der Region wählen, können Sie relativ sicher sein, dass es reif geerntet wurde. Wählen Sie Bioqualität, haben Sie weniger Schadstoffe und andere Rückstände in Ihrer Ernährung.
Wenn Sie Sich gern über weitere Vorteile der grünen Smoothies informieren möchten, lesen Sie nach auf der Seite www.gruenesmoothies.de oder klicken Sie hier.
Ein grüner Smoothie sollte zu etwa 60% aus Früchten, also Obst oder Gurken, Tomaten, Paprika bestehen und zu 40% aus grünen Blättern. Damit entspricht er dem natürlichen Nahrungsverlangen unseres Körpers und kann eine Mahlzeit ersetzen. Besonders wichtig ist der ausreichende Gehalt an grünen Blättern, Blattgemüse oder Kräutern.
Diese enthalten reichlich Chlorophyll und sind damit sehr wertvoll für unseren Organismus, der unbedingt regelmäßig lebende Pflanzenkost benötigt. Chlorophyll ist das durch die Photosynthese gebildete Blattgrün, es ist die Speicherform des Sonnenlichtes in der Pflanze. Rein chemisch gesehen ist es dem Hämoglobin verwandt, also dem roten Blutfarbstoff in unserem Körper und wurde, in Form von rohem Gemüse und Kräutern, in der Geschichte der Menschheit immer wieder erfolgreich gegen Blutarmut (Anämie) und andere Krankheiten oder Mangelzustände des Blutes angewendet.
Nehmen wir nun aber nicht genügend chlorophyllhaltige Pflanzen auf, die unseren Körper mit Kraft und Lebendigkeit versorgen, werden wir bald feststellen, das es, selbst nach einer Hauptmahlzeit, zu unkontrollierbaren Fressattacken und einem unbestimmten Hunger- oder Appetitsgefühl kommt: unser Körper vermisst etwas, was ihm tote Nahrung nicht geben kann!
Probieren Sie es aus und testen Sie die Wirkung frischen Blattgrüns an Ihrem eigenen Körper! Sie werden erstaunt sein, wie dankbar Ihr Körper auf die Frischekur reagiert!
Wir können deshalb davon ausgehen, dass die regelmäßige Aufnahme von frischem, rohem, lebendigem Blattgrün einen umfassenden, wohltuenden Effekt auf unser Blut und damit auch auf unseren Kreislauf und Stoffwechsel hat und haben wird. Begleitet und abgerundet wird dieser positive Effekt durch die Wirkungen der in den grünen Pflanzen enthaltenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Was Sie nicht in Ihren Smoothie mixen sollten, sind stärkehaltige Gemüse, wie Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Blumenkohl oder Kohlrabi. Diese Gemüse harmonieren nicht so gut mit den frischen Früchten und sind in der Kombination nicht so gut bekömmlich. Bedenkenlos verwenden können Sie jedoch Gemüse, wie Zucchini, Gurken, Tomaten, Paprika, Stangensellerie (gern auch mit Kraut), Kohl und alle Blattgemüse.
Wollen Sie auf die wertvollen Inhaltsstoffe frischer Karotten in Ihrem Smoothie nicht verzichten, können Sie bedenkenlos das gut gewaschene Karottenkraut in den Drink geben und gründlich mischen. Ebenso können Sie das Blattgrün von einem Bund Radieschen oder zum Beispiel Kohlrabiblätter verwenden. Wichtig ist nur, dass die Blätter einwandfrei und gut gewaschen sind und gründlich püriert werden, um auch die Fasern gut zu zerkleinern.
Verwenden Sie am Anfang nicht zu viele verschiedene Zutaten auf einmal und sorgen Sie unbedingt auch für Abwechslung, damit Ihr Organismus wirklich zu seinem Recht kommt.
Geschmacklich abrunden können Sie Ihre Smoothie-Kreation mit Zitronen- oder Limettensaft, frischem Ingwer, Kokosraspeln, Mandeln, Nüssen und Trockenfrüchten, wie Rosinen, Feigen, Pflaumen oder Datteln, vor allem wenn Sie den Smoothie für den Anfang oder für Kinder etwas süßer herstellen wollen.
Erfunden oder erstmalig angewendet wurde der grüne Smoothie von Victoria Boutenko, einer besorgten Mutter, die, wie ihr Mann und ihre Kinder auch, an zahlreichen chronischen Erkrankungen litt und deren Ärzte ihr mitgeteilt hatten, dass sie nichts mehr für sie tun könnten. Damit wollte sie sich aber nicht abfinden und setzte kurz entschlossen ihre gesamte Familie auf Rohkost-Diät. Langsam heilte sie so ihr starkes Übergewicht, ihre Herzerkrankung, die Schilddrüsenerkrankung und die rheumatoide Arthritis ihres Mannes, das Asthma und die Allergien ihrer Tochter und den Typ-1-Diabetes ihres Sohnes innerhalb weniger Monate (!). Nach einer gewissen Zeit stellte sie jedoch, trotz des großen Erfolges ihrer Ernährungsumstellung, fest, dass etwas zu fehlen schien: grünes Blattgemüse. Da es niemandem wirklich gut schmeckte, wenn sie grüne Blätter servierte, mixte sie das gesunde Grün in einen Früchtesmoothie- und hatte überwältigenden Erfolg! Der Chlorophyllmix schmeckte toll und beseitigte all die Mangelerscheinungen, die nach einigen Jahren Rohkost aufgetreten waren: Völlegefühl, empfindliche Zähne, graue Haare. Nun bestand die Herausforderung nur noch im Herausfinden der leckersten Rezepte….
Dafür will ich Ihnen nun einige Beispiele nennen.
Koriander-Colada
1 Dose (400 ml) Kokosmilch mit 1-½ Ananas, 1 Bund Korianderkraut, etwas frischem Ingwer und Wasser im Mixer pürieren, bis daraus ein sämiges, dickflüssiges Getränk wird.
Petersilien-Passion (von Sergei Boutenko)
1 Bund Petersilie, 1 geschälte Gurke, 1 Apfel, 1 Banane und etwas Wasser zu einem leckeren, sämigen Getränk vermixen
Basis-Balance (von Victoria Boutenko)
1 Mango, 1 Tasse kleingeschnittenen Kohl und 1 Tasse Wasser mixen
Prinzessinnen-Smoothie
½ Salatkopf, Grünes von einem Bund Radieschen, 4 kleine Bananen, Wasser
Multivitamin-Genuss
gut gewaschenes Kraut von einem Bund Möhren, 1 Banane, 2 Orangen, 3 Pfirsiche, 1 Apfel, 1 Schuss Limettensaft, Wasser
Ich hoffe sehr, Ihnen mit diesen Rezepten Appetit auf mehr gemacht zu haben und freue mich, wenn Sie für sich entdecken, wie lecker Gesundes sein kann und wie hilfreich frische, grüne Pflanzennahrung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sein kann. Auf der angegebenen Internetseite und auch in den unten genannten Büchern finden Sie viele weitere Rezeptvorschläge. Und vielleicht werden Sie schon bald Ihre eigenen Lieblings-Smoothies kreieren? Dafür wünsche ich Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen!
Literaturhinweise
Victoria Boutenko, „Green for Life“, ISBN-Nr.: 393 957 043 5, Preis € 16.90
Victoria Boutenko, „Grüne Smoothies“, ISBN-Nr.: 393 957 070 2, Preis € 16.90
Michael Kent, Kristina Peter, „Kent-Depesche 16/2010“; zu bestellen über www.kent-depesche.com oder www.sabinehinz.de