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Sommer, Sonne, Urlaubszeit

 


Für Wochen lag ein Hoch über Deutschland, alle sind oder waren im Urlaub, die Sonne heizte uns ordentlich ein und alle sind glücklich. Es ist die schönste Zeit des Jahres, Grillkohle und Sonnenöl sind die Verkaufsschlager der Saison. Was könnte schöner sein, als den Sommer in vollen Zügen zu genießen? Damit Sie dies ohne ein böses Erwachen tun können, möchte ich Ihnen heute einige Tipps geben, wie auch Ihre Gesundheit von der schönen Jahreszeit profitiert.


Den angenehmen Temperaturen stehen Kreislaufprobleme, Stoffwechselstörungen und andere unangenehme Dinge gegenüber. Wenn wir uns nicht gut anpassen und auf einige Dinge gut achtgeben, kann uns der Sommer in unschöner Erinnerung bleiben.


Sie haben es schon geahnt, es geht ums Trinken. Gerade in der heißen Jahreszeit ist es umso wichtiger, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dabei ist es erstens von Bedeutung, dass man ausreichend trinkt, und zweitens fast noch viel wichtiger, das RICHTIGE zu trinken.
Softeis, Milchshakes, Eistee, Limonaden, Kaffee oder gar alkoholische Getränke sind zum Durststillen und zur Flüssigkeitszufuhr absolut ungeeignet, da sie dem Körper genau genommen sogar Wasser entziehen, das er benötigt oder bereit stellen muss, um ihre stark säuernde Wirkung zu neutralisieren.


Bleiben wir beim Kaffee, um uns das mal am konkreten Beispiel anzuschauen: der Deutschen liebstes Getränk wirkt sehr stark säurebildend auf unseren Organismus, weshalb es zum Beispiel von Patienten mit Magengeschwüren gemieden werden sollte und auch sehr schlecht verträglich ist. Wir können uns das gut vorstellen: Säure auf eine offene Wunde – au, das tut weh!


Um den Säureangriff auf Magen und andere Organe etwas abzufangen, wurde früher und auch heute noch beispielsweise in Wien, der Hauptstadt des Kaffees in Europa, in einem guten Kaffeehaus immer ein Glas Wasser zum Türkentrank dazu serviert. Vielleicht sollten wir uns das wieder angewöhnen?


An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal daran erinnern, dass Kaffee eigentlich kein Getränk, sondern ein Genussmittel ist. Er sollte also nicht der Pausenfüller im Büroalltag sein, oder – noch schlimmer – die allmorgendliche Droge zum Wachwerden! Wenn Sie über längere Zeit morgens Schwierigkeiten haben, in Gang zu kommen und sich dem Tagesgeschehen gewachsen zu fühlen, sollten Sie überprüfen, ob Ihre Schlafbilanz ausgewogen ist, Ihr Schlaf erfrischend oder ob Sie bestimmte Sorgen mit ins Bett nehmen, die Ihnen dann den erholsamen Schlaf rauben. Schlechter Schlaf und morgendliche Kreislaufstörungen können aber auch Anzeichen von chronischen Krankheiten sein und sollten deshalb unbedingt einem Fachmann vorgestellt werden. Auch mit Hilfe homöopathischer Mittel lässt sich die Qualität des Schlafes deutlich verbessern und es ist deshalb überhaupt nicht nötig, sich abends mit drei oder mehr Bier in den Schlaf zu zwingen, aus dem uns am Morgen ein Liter Kaffee wieder befreien muss!


Da unsere Körperfunktionen ein bestimmtes Milieu benötigen, unser Blut beispielsweise mit einem pH-Wert von 7,35-7,45 optimal arbeiten kann, was ein leicht basischer Wert ist, muss der Säureschub, den wir mit Kaffee, Alkohol oder Milchprodukten in unseren Organismus bekommen, unbedingt ausgeglichen werden. Hierzu verwendet unser Körper basische Salze, die wir ihm hoffentlich mit der Aufnahme von viel frischem Obst, Gemüse, Kräutern oder auch Kartoffeln und Wurzelwerk zugeführt haben.


Haben wir nicht??? Oh, oh!!! Nun, in diesem Fall hat unser Organismus Reserven, zum Beispiel im Knochengerüst oder den Zähnen, aber Sie beginnen zu ahnen, was passiert, wenn wir diese Speicherplätze ständig beanspruchen, ohne für Nachschub zu sorgen….?


In diesem Fall kommt es infolge ständiger Übersäuerung irgendwann nach Jahren und Jahrzehnten zu spröden, brüchigen Knochen und zu ebensolchen, meist recht maroden Zähnen. Chronische Übersäuerung kann außerdem Ursache von Gelenkbeschwerden, Übergewicht, Bluthochdruck, Wasserretention und anderen sogenannten Zivilisationsbeschwerden sein.


Ein Neugeborenes hat noch einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt, aber mit zunehmendem Alter und wachsender Anzahl der Sünden gegen den eigenen Körper beginnen sich Alarmzeichen zu mehren, auf die wir unbedingt hören sollten! Das können sein Karies, Übergewicht, chronische Verstopfung, gehäufte Infekte, Menstruationsbeschwerden, Kreislauf- und Gelenkprobleme, Ödeme, Migräneattacken oder häufige Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen bis zu dem Gefühl, dass einem alles zu viel ist und man am liebsten nur noch schlafen und gar nichts mehr hören will.


Um die Tasse Kaffee also zu neutralisieren, opfert unser Körper ein Stück Knochensubstanz und fürs erste ist alles wieder gut. Sie wissen sicher noch aus dem Chemieunterricht, dass eine Säure, die mit einer Base zusammengebracht wird, zu Wasser und Salz reagiert. Das bedeutet also, die Säure und die Base neutralisieren sich gegenseitig und es entstehen Wasser und Salze. Das Wasser hält das Salz meist in Lösung. Wenn wir nun aber zu wenig trinken,  oder einen höheren Wasserbedarf haben, oder beides, kann das Salz auskristallisieren und wird vom Körper irgendwo abgelagert, da es ohne Lösungsmittel nicht aus dem Körper gespült werden kann.


Haben Sie eine Idee, wo solche Salze gern abgelagert werden? Genau, an Gelenken, die wenig oder gar nicht benutzt und beansprucht werden. Gerade Rheumapatienten trinken oft viel zu wenig oder wenn sie schon trinken, dann gerade das Falsche: stark säurebildende Getränke, wie Kaffee (wobei es völlig egal ist, ob Sie magenschonenden, säurearmen oder koffeinfreien Kaffee trinken: die Wirkung im Organismus bleibt gleich), Schwarztee, Alkohol oder stark zuckerhaltige Säfte, Limonaden und Milchshakes.


Diese Salze können aber auch im Bindegewebe (das Stichwort heißt Zellulitis) abgelagert werden, wo sie zu Aufschwemmung und teigiger Haut führen. Da Salz ja wiederum Wasser anzieht, kommt es zur Ödembildung, also es lagert sich Wasser im Bindegewebe ab und dieses Wasser, das der Körper nun im Zwischenzellgewebe braucht, um die Salze in Lösung zu halten, fehlt uns wieder anderswo….


Unser Körper besteht zu 70% aus Wasser, das Gehirn sogar zu 90%. Fehlt uns Wasser, so kann unser Organismus seinen vielseitigen Aufgaben nur noch begrenzt oder gar nicht mehr nachkommen. Wir werden müde, schläfrig und es sammeln sich Schlackenstoffe im Bindegewebe, die mangels Transportmittel nicht mehr richtig ausgeschieden werden können. Auf diesem Wege kann es zu einer schleichenden Selbstvergiftung kommen, bei der die Summe der liegengebliebenen Stoffwechselschlacken schließlich eine toxische, d.h. giftige Wirkung auf unseren Organismus entwickeln kann. Kommen nun noch weitere toxisch wirkende Stoffe, wie Schwermetalle, regelmäßig eingenommene Medikamente oder Lebensmittel-Zusatzstoffe hinzu, deren Wirkungen manchmal keiner so recht kennt, kann sich ein Teufelskreis entwickeln, aus dem der Betroffene nur ganz schwer und selten ohne Hilfe wieder herauskommt. Was viele nicht wissen, ist dass eine solche Selbstvergiftung durchaus auch massiven Einfluss auf die Stabilität unserer Psyche hat!


Deshalb wird dem Trinken zum Beispiel während des Fastens so große Bedeutung beigemessen: fehlt das „Spülmittel“, kann keine reinigende Wirkung erzielt werden.


Wieviel Flüssigkeit brauchen wir nun pro Tag? Dazu müssen wir uns die Bilanz unseres Wasserverbrauchs anschauen.
Allein ein halber Liter Wasser etwa geht uns durch das Atmen verloren, also durch das Ausatmen vorher vom Körper angefeuchteter Atemluft. Ein weiterer halber Liter sickert uns per Transpiration durch die Poren – ob wir das nun wollen oder nicht. Wobei das an heißen Tagen natürlich auch deutlich mehr sein kann. Wenn uns fühlbare Schweißtropfen über einen längeren Zeitraum am Körper entlang laufen, sei es im Sommer durch Hitze oder zum Beispiel auch beim Sport oder bei körperlicher Arbeit, müssen wir entsprechend deutlich mehr trinken.


Außerdem benötigen unsere Verdauungsorgane – Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Darm – Wasser, um die Verdauungssäfte produzieren zu können. Wussten Sie, dass alle diese eben genannten Organe 3,5 - 7,5 Liter Verdauungssäfte pro Tag sezernieren? Allein die Mundspeicheldrüsen sondern täglich 1,5 - 2 Liter Speichel ab. Wie sollen sie das tun, wenn ihnen nicht genügend Flüssigkeit im Körper zur Verfügung steht? Und da haben wir noch gar nicht die Hormone, Enzyme und Botenstoffe berücksichtigt…..


Nun nehmen wir mit der Nahrung zwar auch einen gewissen Teil Wasser auf, jedoch ist dies oft nicht ausreichend. Wir sollten schon versuchen, täglich 2 Liter, besser 2,5 Liter Wasser zu trinken. Natürlich auch mehr, falls es sehr heiß ist und wir schwitzen oder uns stark körperlich betätigen. Denken Sie auch daran, wenn Sie Kaffee oder Alkohol trinken, für jede Tasse Kaffee oder jedes Glas Bier oder Wein zusätzlich nochmal einen halben Liter Wasser zu trinken, um die geliebten Genussgifte wenigstens gut neutralisieren zu können.
Trinken Sie um Ihr Leben, möchte man also fast sagen!


Das einzig wirklich vernünftige Getränk ist reines, klares Wasser, zum Beispiel Quellwasser, weil nur dieses reine, klare Wasser genügend Bindungskapazität in den Molekülen aufweist, die nötig ist, um möglichst viel Überflüssiges wieder aus unserem Körper heraus zu spülen.
Dabei muss es gar nicht unbedingt Mineralwasser sein, da es ohnehin fraglich ist, ob unser Organismus in der Lage ist, anorganische Mineralien aus dem Wasser aufzunehmen. Nach Möglichkeit sollte das Wasser kohlensäurefrei und natriumarm sein. Auch Leitungswasser ist durchaus akzeptabel, wenn es nicht gerade aus Blei- oder Kupferrohren kommt.


Wellness- und Fitnessgetränke, auch zum Beispiel industriell hergestellte Eistees enthalten oft reichlich Zucker, Kohlensäure und andere, meist synthetische Zusatzstoffe, so dass auch diese Getränke eher ungeeignet sind.


Um es nun vor allem aber auch den von Limonade, Cola und Co. verwöhnten Kindern leicht zu machen, wieder mehr und besonders auch etwas Besseres zu trinken, möchte ich Ihnen einige Rezepte für leckere UND gesunde Getränke an die Hand geben, die Sie gerne einmal ausprobieren dürfen.


Auch Fruchtsäfte sind oftmals ungeeignet als gesunde Durstlöscher, weil sie häufig sehr süß und meist auch zu teuer sind, um einfach in Mengen gegen den großen Durst getrunken zu werden. Verwendet man sie aber zum Beispiel als Süßungsmittel in sonst recht langweiligen und wenig ansprechenden Kräutertees, sieht das schon anders aus: peppen Sie einen kalten Mischkräutertee mit einem guten Schuss Traubensaft auf! Um noch erfrischender zu sein, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft hinzu.


Statt der allseits bekannten Apfelschorle sollten Sie einmal eine Traubensaftschorle, Kirschsaftschorle oder eine Schorle aus Schwarzem Johannisbeersaft probieren. Achten Sie dabei darauf, dass der Wasseranteil größer ist, als der Saftanteil! Oder süßen Sie kalten Früchtetee mit einem Schluck Trauben-, Kirsch- oder Johannisbeersaft.


Als Nächstes wäre da die Grapefruit-Granate zu nennen. Geben Sie in ein Glas möglichst rosa Grapefruitsaft einen Schuss Grenadine, das ist ein Granatapfelsirup, der das Getränk schön pinkfarben einfärbt und den bittersüß-säuerlichen Grapefruitsaft ein wenig süßt. Auf Wunsch können Sie das ganze mit Sprudelwasser verdünnen und aufpeppen. Wenn es noch gesünder sein soll, verwenden Sie statt Grenadinesirup Granatapfelsaft, den Sie im Reformhaus oder der Apotheke kaufen können, zum Beispiel Granatapfel-Muttersaft von Schoenenberger oder das Granatapfel-Elixier, Granaforte oder Granatapfelsaft 200 plus von Dr. Jacobs. Er hat eine günstige Wirkung auf Zellen und Herz-Kreislauf, dabei insbeso

ndere auf die Gefäße, aber auch einen hohen Gehalt an Polyphenolen, die wichtig für eine gute Abwehr und antioxidativ sind.  
Eine gesunde Alternative sind auch die Grünen Smoothies (siehe Thema des Monats Juli 2010), allerdings muss man bedenken, dass Grüne Smoothies kein Getränk, sondern eigentlich eine komplette Mahlzeit darstellen. Dabei enthalten sie aber auch viel Wasser.


Überhaupt ist es gar nicht so abwegig, bei Durst zu einem Stück Obst zu greifen. Obst, wie zum Beispiel saftige Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Mangos oder am liebsten Melone enthalten viel Wasser in Kombination mit leicht verdaulichem Fruchtzucker und stärken uns, ohne unsere Verdauung zu belasten. Tatsächlich reinigt frisches Obst unseren Verdauungskanal.


Zum Schluss möchte ich Ihnen noch ein Rezept für ein wirklich leckeres Wassereis verraten, bei dem Sie kein schlechtes Gewissen haben müssen, auch wenn Sie mal eine größere Portion essen. Pürieren sie das Fruchtfleisch einer halben Wassermelone (natürlich ohne Kerne) zusammen mit etwas Ahornsirup und Zitronensaft und geben es in die Eismaschine, wo Sie es gefrieren lassen. Zur geschmacklichen Aufbesserung könnte man noch ein paar Zitronenmelisse- oder Minzblätter mit der Melone pürieren.


Sie sehen, mit ein bisschen Phantasie macht es durchaus Spaß, genügend zu trinken und Ihr Körper wird Ihnen gewiss dankbar sein! Bleiben Sie also immer gut „flüssig“

Wünscht Ihnen
Ihre Heilpraktikerin Dagmar Geue 

Literaturhinweise:

Hermann Aihara, „Säuren & Basen“, ISBN-NR.: 3-924845-19-0
Otfried D. Weise, „Entschlackung, Entsäuerung, Entgiftung; Das Praxisbuch zur Körperreinigung“, ISBN-Nr.: 3-442-14188-5
Dr. med. F. Batmanghelidj, „Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!“, ISBN-Nr.: 3-935767-25-0
Hannelore Fischer-Reska, „Die magische Kraft von Kristallsalz und Wasser“, ISBN-Nr.: 3-89555-355-7
Masaru Emoto und Jürgen Fliege, „Die Heilkraft des Wassers“, ISBN-Nr.: 3-936862-48-6

Themenhefter „Wasser“ und „Entsäuerung“ vom Verlag Sabine Hinz, erhältlich unter den Adresse www.sabinehinz.de oder www.kent-depesche.com

 
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